Gezielte Aktionen im Kreis zur Weltstillwoche vom 4. bis 10. Oktober

Muttermilch stärkt Immunsystem und verringert Fettleibigkeit-Risiko

Machten auch im Rahmen einer Pressekonferenz auf die Bedeutung des Stillens aufmerksam, von links Ulrich Schneider vom Jugendamt des Kreises Bergstraße, Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Dr. Annett Pielsticker (Zahnärztin und Vorsitzende des Arbeitskreises Jugendzahnpflege Bergstraße), Dr. Claas Kitschke (leitender Oberarzt KKH und Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe), Hebamme Anna Bohde vom Kreiskrankenhaus und Sieglinde Weimar vom Jugendamt des Kreises Bergstraße. (Bild © kb)

Das Stillen hat vielfältige positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes. Es fördert nicht nur die Bindung zwischen Mutter und Kind, es trägt auch maßgeblich zu einem besseren Schutz des Kindes vor Infektionskrankheiten bei. Zudem verringert das Stillen beispielsweise das Adipositas-Risiko, wirkt der Kariesbildung entgegen und befördert die Ausbildung der Kiefer- und Gesichtsmuskulatur. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) denn auch, dass Säuglinge in den ersten sechs Monaten ausschließlich gestillt werden. Doch verschiedene Studien zeigen, dass längst nicht alle Kinder in Deutschland „Still-Kinder“ sind. Laut Angaben der RKI (vgl. so genannte KiGGS Studie) wurde zum Beispiel in den Jahren 2014 bis 2017 nur etwa jedes 8. Kind in Deutschland mindestens sechs Monate lang ausschließlich mit Muttermilch ernährt.

Aufklärung und Hilfestellung

Hier gilt es, gezielt über die Vorteile des Stillen aufzuklären und gegebenenfalls Hilfestellungen zu geben. Dies ist auch das Ziel der alljährlich stattfindenden Weltstillwoche, die in diesem Jahr vom 4. bis zum 10. Oktober stattfindet. Diese soll das Stillen als optimale Ernährungsform für Säuglinge in den Mittelpunkt rücken und dazu beitragen, die zahlreichen Vorteile, die das Stillen mit sich bringt, zu verdeutlichen.

Auch im Kreis Bergstraße finden im Rahmen der diesjährigen Weltstillwoche gezielte Aktionen statt, um über das Stillen aufzuklären und junge Mütter beim Stillen zu unterstützen. Darauf wies die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz gemeinsam mit Dr. Claas Kitschke (leitender Oberarzt und Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus), Hebamme Anna Bohde vom Kreiskrankenhaus, Zahnärztin Dr. Annett Pielsticker sowie Mitarbeitenden des Bergsträßer Jugendamtes im Rahmen einer Pressekonferenz hin.

In den nachfolgenden Einrichtungen des Kreises werden anlässlich der Stillwoche verstärkt Stillberatungen angeboten:

  • am Montag (4.10.) von 14 bis 16 Uhr und am Donnertag (7.10.) von 10 bis 12 Uhr im Geburtshaus Bensheim (Fehlheimer Str. 62, 64625 Bensheim) (auch für Schwangere)
  • am Mittwoch (6.10.) von 9 bis 11 Uhr im Freiraum Fürth (Erzbergstr. 10, 64658 Fürth), Vortrag im Rahmen des Baby- und Krabbeltreffs mit anschließender Fragerunde und offenem Austausch
  • am Dienstag (5.10.) von 14.30 bis 16.30 Uhr im Müttercafé in Heppenheim (Caritaszentrum Heppenheim, Bensheimer Weg 16, 64646 Heppenheim), Vortrag und individuelle Stillberatung
  • am Dienstag (5.10.) von 9.30 bis 11 Uhr im Babycafé (Familienbildungswerk, Weinheimerstr. 44, 68519 Viernheim), mit offenem Austausch
  • am Mittwoch (6.10.) von 16 bis 17 Uhr im Rahmen der Hebammensprechstunde des Familienbildungswerkes (Weinheimerstr. 44, 68519 Viernheim), mit offenem Austausch

Hintergrund:

Die Weltstillwoche ist eine von der World Alliance for Breastfeeding Action (WABA) organisierte Aktionswoche. Sie gilt als die größte gemeinsame Kampagne aller Organisationen, die das Stillen fördern – darunter UNICEF und WHO. Die Weltstillwoche wird seit 1991 jährlich in 120 Ländern abgehalten. In Deutschland findet sie jeweils in der 40. Kalenderwoche eines Jahres statt – 40 deshalb, weil eine normale Schwangerschaft rund 40 Wochen dauert. (kb)

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