„Hochstädter Oskar“ an verdiente Unterstützer

Hochstädter Haus wurde offiziell eröffnet

Mit dem "Hochstädter Oskar" wurden Unterstützer bei der offiziellen Eröffnung des Hochstädter Hauses ausgezeichnet. Unser Bild zeigt von links Matthias Wilkes, Architektin Antje Adam Gisela Linck-Seeger, Dr. Martina Bergler, Reinhard Jährling, Andreas Klemm, Susanne Hummel, Rolf Richter, Dr. Anette Teil-Held, Thomas Metz und Ortsvorsteher Bernd Rettig.

Es war eine Einweihungsfeier, die ihresgleichen sucht und dem Anlass absolut angemessen war: die offizielle Eröffnung des Hochstädter Hauses. Kreativität und Phantasie, das bürgerliche Engagement oder gerade der dörfliche Zusammenhalt sind wohl einzigartig und genau dies spiegelte sich am Freitagabend (17. Mai) auch bei der Einweihung der ehemaligen Kantine des Marmoritwerkes zur neuen „guten Stubb“ bei den Laudationen geladener Gäste und der Gestaltung der Veranstaltung wieder. „Damit das Mögliche geschieht, muss immer das Unmögliche versucht werden“. Schon zum Auftakt prangte das Zitat von Hermann Hesse von der großen Leinwand; ein Spruch, der die Entstehungsgeschichte des Hochstädter Hauses perfekt wiedergab.

Besucher bei der Einweihung des Hochstädter Hauses. Vorne von links der hessische Justiz-Staatssekretär Thomas Metz und die Vorsitzende des Fördervereins Heimatpflege Hochstädten Susanne Hummel.

Hochmoderne Inszenierung

Die Inszenierung des Abends war hochmodern. Moderator und Hauptinitiator Andreas Klemm marschierte zur Begrüßung durch die Reihen, begrüßte hier und da namentlich Gäste, während auf der Leinwand die Besuchernamen von rund 180 Gästen eingespielt wurden. Mit Bildern, Videos und unterhaltsamen Erklärungen verdeutlichte Klemm die Motivation und Anstrengungen der Dorfgemeinschaft endlich ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus in ihrem Stadtteil zu planen und mit viel Eigenleistung in die Tat umzusetzen. Für Abwechslung sorgte der Eventchor Bensheim, dargebotene Sketche auf der Bühne oder auch ein Rollatortanz der älteren Generation, während von Jüngeren, Mülltonnen kurzerhand musikalisch zu Schlagzeugen umfunktioniert wurden.

Rollatortanz bei der Eröffnung des Hochstädter Hauses

Hochstädter Oskar kreiert

900 000 Euro stehen als Baukosten auf dem Papier. Aber alleine durch die Muskelhypothek von circa 50 000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden dürfte sich der Wert des Gebäudes auf über zwei Millionen Euro hochrechnen, wie Bürgermeister Rolf Richter in seiner Ansprache klarstellte. Kreativität ließ der veranstaltende Förderverein Heimatpflege Hochstädten um seinen Vorstand Susanne Hummel, Andreas Klemm und Dr. Martina Bergler auch für seinen Dank an die Unterstützer und Spender walten und kreierte eigens einen in Zukunft jährlich zu vergebenem Preis: den Hochstädter Oskar. Erste Preisträgerin wurde mit Gisela Linck-Seeger ein Mitglied der Familie Linck, die seit 1928 über zwei Generationen das Marmoritwerk führte. Auch heute noch ist die Enkelin Gisela Linck-Seeger des Unternehmers Dr. Karl Linck eng mit Hochstädten verbunden und legte mit einer großzügigen Spende von 50 000 Euro den Grundstein für das Hochstädter Haus.

Der erste Hochstädter Oskar ging an Gisela Linck-Seeger, links Moderator und Initiator Andreas Klemm.

Weitere Preisträger

Weitere Träger des Hochstädter Oskars wurde der letzte Besitzer des Werkes, die Firma Knauf Marmorit GmbH, für ihre Spende über gesamt 60 000 Euro, der ehemalige Landrat Matthias Wilkes für seine Motivation und besondere Leistung rund um das Hochstädter Haus oder die Dietmar-Hopp-Stiftung für ihre Unterstützung über 150 000 Euro und die Firma IRS GmbH. aus Mannheim für 10 000 Euro. Für das Land Hessen, welches einen „Seniorenzuschuss“ in Höhe von 150 000 Euro gab, nahm Justiz-Staatssekretär Thomas Metz den Hochstädter Oskar entgegen. Größter Geldgeber war allerdings die Stadt Bensheim mit einer Unterstützung von 490 000 Euro. Wie Bürgermeister Rolf Richter verdeutlichte ist das Engagement der Stadt hiermit allerdings noch nicht zu Ende, steht doch jetzt die Außengestaltung an, die gemeinsam mit dem Förderverein gestemmt wird. Auch nach Auerbach ging in Person von Reinhard Jährling ein Hochstädter Oskar. So unterstützte der in Ruhestand befindliche Architekt die beauftragte Planerin Antje Adam und den Verein mit Ideen und einem handgefertigten Modell. Auch Antje Adam verzichtete auf 50 Prozent ihres Honorars. Den letzten Hochstädter Oskar des Abends und Standing Ovation`s erhielt ganz am Ende der Veranstaltung Ortsvorsteher Bernd Rettig, der als Bauleiter viel Zeit und Fachwissen einbrachte. Einen besonderen Dank richtete die erste Vorsitzende Susanne Hummel abschließend an den unermüdlichen Motor Andreas Klemm.

Nach dem offiziellen Programm konnten sich die Besucher an einem Buffet an den regionalen Köstlichkeiten von Dorfladen und Café versuchen.

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