Coronavirus: Lärmfeuer werden in Herbst verschoben

Die Veranstaltung Lärmfeuer wird am 28. März wieder an 27 Orten von drei Landkreisen durchgeführt. Das Bild zeigt das Signalfeuer in Heiligkreuzsteinach-Hilsenhain. Bild © Veranstalter

Jetzt also doch. Die Odenwaldweiten Lärmfeuer am 28. März werden abgesagt beziehungsweise voraussichtlich in den Herbst verschoben. Überraschend kam die Absage nach den nachvollziehbaren Anordnungen von Bund, Land Hessen und Kommunen zur Verlangsamung der Ausbreitung vom Coronavirus allerdings nicht. Schon zuvor hatten einige Gemeinden und Städte die Veranstaltung auf Eis gelegt und auch die Einsatzmöglichkeiten ihrer Feuerwehren in Bezug auf Brandwachen bei „Spaßaktionen“ beschränkt, um sie für ernsthafte Noteinsätze bereitzuhalten. Am Samstag folgte dann schließlich auch die Anordnung vom Land Hessen ein Veranstaltungsverbot für mehr als 100 Besucher auszusprechen.

Artikel, vom 12. März:

Bislang keine Absagen der Signalfeuer wegen Coronavirus
Lärmfeuer: Signalfeuer lodern an 27 Orten

Die Meinungen der Veranstalter der Odenwaldweiten Lärmfeuer beim Thema Coronavirus war einhellig: „Wir werden unser Lärmfeuer am 28. März wie gewohnt durchführen“, hört man beispielsweise aus den Gemeinden Lindenfels-Eulsbach oder aus Ober-Ramstadt, „Ganz klare Aussage. Wir zünden an!“ Entsprechend reagierten viele weitere Veranstalter auf eine Rundfrage von Marieta Hiller, welche die Öffentlichkeitsarbeit der Gesamtaktion leitet. „Wir sind vorbereitet und machen die finalen Speise- und Getränkebestellung kurz vor dem 28. März und sagen notfalls kurzfristig ab“ hieß es unter anderem auch aus Reichelsheim.

In Auerbach lodern die Flammen

In Auerbach lodern die Flammen am 28. März wie gewohnt auf dem Auerbacher Schloss. Auf dem Programm steht um 18:30 Uhr ein dreigängiges Rittermahl, ehe der Herold mit den Gästen zum Ausklang im Innenhof das Lärmfeuer entfacht. Anmeldung sind telefonisch unter 06251-72923 oder im Internet unter www.schloss-auerbach.de möglich.

Vorgaben vom Gesundheitsamt werden eingehalten

Bei ihren Vorbereitungen richten sich die Veranstalter nach den Vorgaben der Kreisgesundheitsämter, sind bestens auf eine mögliche Ausbreitung des Virus vorbereitet und pflegen eine sehr zeitnahe umfassende Information. Sollte es erforderlich werden, in einem oder mehreren Kreisen -die Lärmfeuer finden im Kreis Bergstraße, Kreis Darmstadt-Dieburg und im Odenwaldkreis statt- eine Beschränkung des Besuchs öffentlicher Veranstaltungen zu verhängen, wird dies sofort kommuniziert und auch auf den Veranstaltungsankündigungen der 27 Lärmfeuerorte bekannt gemacht. Auf www.felsenmeerdrachen.de wird in diesem Fall die entsprechende Mitteilung innerhalb weniger Stunden auf der Startseite zu lesen sein.

Odenwaldweite Signalfeuer

Auch in diesem Jahr laden wieder Freiwillige Feuerwehren, Geschichtsvereine, Brauchtumsvereine, Gemeinden und einzelne Gastronomen am letzten Samstagabend der Winterzeit, in 2020 am 28. März, an 27 Orten zu den Odenwaldweiten Lärmfeuern ein. Die Lärmfeuer sind eine Signalmethode, die vermutlich schon auf die Erfindungskunst der alten Römer zurückgeht, die in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt in der Provincia Germania lebten. Mit Einbruch der Dunkelheit werden am Veranstaltungstag die Feuer entzündet und das Signal immer weitergegeben von Hügel zu Hügel. Die genaue Uhrzeit der Entzündung richtet sich nach Wetter und Rahmenprogramm der einzelnen Feuer-Veranstalter. Weitere Infos unter www.felsenmeerdrachen.de (rs-red)

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