„Lara will leben“. Aktionen auch in Italien und Österreich.

Aufruf der Tour der Hoffnung zur Typisierung am 14. Juli in Zwingenberg

Bild © DKMS

Es ist nur ein Wattestäbchen mit einem Abstrich von der Wangenschleimhaut. Danach erfolgt die Aufnahme in der Stammzellspenderdatei, die pseudonymisiert für den weltweiten Patientensuchlauf zur Verfügung. Eine kleine Maßnahme die Leben retten kann. So auch im Fall der an Leukämie erkrankten zweijährigen Lara Infuso aus Auerbach. Ihr Schicksal bewegt die Region und zwischenzeitlich auch Helfer im Ausland. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. So kann sich am Bachgassenfest-Sonntag, den 14 Juli, zwischen 12 Uhr und 17 Uhr, jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren im Feuerwehrhaus Zwingenberg als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen.

Flugblätter verteilt

Thematisiert wird die schockierende Diagnose Blutkrebs aktuell auch durch DKMS in der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, wo Seriencharakter Laura Lehmann (Chryssanthi Kavazi) mit der Diagnose Aplastische Anämie konfrontiert wird. Ein bewegender Appell auch hier, möglichst viele Stammstellenspender zu finden. „Lara will leben!“, heißt es auf den von Familie, Freunden und Vereinen verteilten Flugblättern. Denn ohne geeigneten Spender ist die heimtückische Krebserkrankung bei Lara nicht zu heilen.

TdH-Netzwerk informiert

„Am schlimmsten ist diese Hilflosigkeit und Ungewissheit, ob Lara den Kampf gegen den Krebs gewinnt und geheilt werden kann“, schildern die Eltern des Mädchens die Stimmungslage. Doch sie sind nicht alleine auf der Suche nach einem potentiellen Spender. Nachdem von der Familie Helmut Richter und Jürgen Pfliegensdörfer vom Team Bensheim der Tour der Hoffnung (TdH) um Hilfe gebeten wurden, hat der Verein, der sich dem Kampf gegen den Krebs insbesondere bei Kindern verschrieben hat, schon einiges unternommen und ordentlich für den Tag der Typisierung die Werbetrommeln gerührt. „Wir haben sofort den Flyer, der uns von der Familie zur Verfügung gestellt wurde, in unserem Netzwerk verteilt und auch auf Facebook gestellt. Es war sofort festzustellen, dass die Anteilnahme sehr groß ist, doch das alleine reicht natürlich nicht aus. Die Leute müssen am Sonntag kommen, um sich typisieren zu lassen. Nur dann besteht die Chance, einen Spender zu finden“, so Jürgen Pfliegensdörfer, der beim Team Bensheim von TdH als Stellvertretender Vorsitzender für die Pressearbeit zuständig ist.

Partner helfen

Ferner hat das Bensheimer Team seine Partner im Ausland um Hilfe gebeten. Mit „Geben für Leben“ in Österreich haben wir ganz engen Kontakt und von der Obfrau des Vereins, Susanne Marosch, wurde bereits im Vorarlberg zu zwei Typisierungsaktionen für Lara aufgerufen. Eine enorme Hilfe, denn „Geben für Leben“ ist in Österreich eine Institution die enorm Öffentlichkeitswirksam agiert“, sagt Jürgen Pfliegensdörfer. Aber auch nach Italien hat der Verein seine Kontakte geöffnet. „Peter Pan in Bozen ist eine Gruppierung krebsbetroffener Eltern und deren Vorsitzender Michael Mayr versucht derzeit, auf seinem Wege Kontakte nach Kalbarien zu organisieren, um auch dort eine Typisierung in die Wege leiten zu können, da die Familie Wurzeln in diese Region hat“, berichtet Ralf Vesper vom Vorstand von TdH Bensheim.

Über 18000 Besucher auf Facebook

Zudem wurden in der letzten Woche viele Vereine, Firmen und Institutionen durch das Team Bensheim von der Typisierungsaktion in Zwingenberg informiert und plant eine finanzielle Unterstützung der Typisierung, kostet doch jede Registrierung 35 Euro. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass ausschließlich Spenden auf das Konto von DKMS erfolgen sollten“, erläutert Helmut Richter, Vorsitzender des Teams Bensheim der Tour der Hoffnung.

Wie sehr der erste Aufruf per Facebook auf der Website von TdH Bensheim angenommen wurde, zeigt diese beachtliche Zahl. Über 18.000 Personen haben bisher den Eintrag gelesen, der zudem über 300 Mal geteilt wurde. Gemeinsam mit dem DRK Zwingenberg und der Freiwilligen Feuerwehr Zwingenberg wird der Typisierungstag vorbereitet. So wird es auf jeden Fall für das leibliche Wohl gesorgt werden, Essen und Getränke wurden ebenso gesponsert wie eine reichhaltige Kuchentheke. (rs/pfl)

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