Spannende Literatur: Vom perfekten Sprint und über Gewalt an Frauen

Das Lesefestival Bensheim präsentiert vom 2. bis zum 8. Oktober aktuelle Besteller der Literatur

Das Bensheimer Lesefestival steht in den Startlöchern, für sein Publikum vom 2. bis zum 8. Oktober wieder aktuelle Literatur-Bestseller aufzuschlagen. Den Beginn macht am 2. Oktober Schauspieler Christian Berkel, der in seinem neuen Roman die Geschichte von „Ada“ erzählt. Mehr als nur ein Sachbuch ist das Werk von Ex-Radprofi Marcel Kittel, der am 5. Oktober im Parktheater zu hören ist. In „Das Gespür für den Augenblick“ beleuchtet der deutsche Meister und dreimalige Weltmeister im Zeitfahren die Innenwelt des Radsports. Er schreibt über seine Tour-de-France-Erfolge, aber auch über die schwierigen Momente seiner Karriere und gibt einen sehr tiefen und persönlichen Einblick in das Seelenleben eines Hochleistungssportlers, den die Frage nach dem perfekten Sprint und die letzten 30 Sekunden auf der Zielgeraden umtreiben. Was braucht es also für eine erfolgreiche Karriere und warum kann es richtig sein, sie zu beenden, auch wenn sie noch weitergehen könnte?

Autoren mit Themen der Gegenwart

Mit einem Werk, das aktueller nicht sein könnte und von Mut, Widerstand und Zusammenhalt in Zeiten von Katastrophen handelt, kommt Jan-Philipp Sendker am 7. Oktober ins Parktheater. In seinem aktuellen Buch geht es um das scheinbar sichere Leben des 18-jährigen Niri, das durch die Entlassung seiner Eltern aufgrund einer Pandemie aus den Fugen gerät. Armut bedroht nun ihre Existenz und zusammen mit seiner Jugendfreundin Mary ergreift Niri die Initiative und versucht, mit allen Mitteln die Not zu lindern.

Bei der vierten Lesung des Festivals im Parktheater am 8. Oktober ist der mit dem Tukan-Preis gekrönte und dreifach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Schriftsteller Friedrich Ani zu hören. In seinem Buch „Letzte Ehre“ muss Oberkommissarin Fariza Nasri einen düsteren Fall lösen: Von einer Party kehrt die 17-jährige Finja Madsen nicht nach Hause zurück. Dringend tatverdächtig ist der Freund der Mutter. An seinen Aussagen zweifelt Nasri und ist sich sicher: Der Mann lügt. Ist er der Täter oder verbirgt er ein ganz anderes Geheimnis? In seinem wohl bisher persönlichsten Roman, der sich den literarischen Deckmantel eines Krimis übergeworfen hat, beschreibt Ani nicht nur einen Kriminalfall, sondern erzählt von einem der traurigsten Themen unserer Gegenwart: von Gewalt, auch tödlicher, gegen Frauen. (red)

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