500 freiwillige Näherinnen fertigten 25.000 Masken

Beeindruckende Bilanz der Initiative „Wir sind Bergstraße“/Neue Ideen des Vereins

500 freiwillige Näherinnen der Intiative „Wir sind Bergstraße“ (WSB) fertigten im Rahmen der Corona-Krise bislang ehrenamtlich 25.000 Masken. Bild © Verein

Die Bilanz der Initiative „Wir sind Bergstraße“ (WSB) ist beeindruckend! 500 freiwillige Näherinnen fertigten seit dem 24. März 25.000 Masken, bereits nach 14 Tagen konnte das Ziel erreicht werden, sämtliche Alten- und Pflegeheime und Pflegedienste im Kreis Bergstraße mit 14.000 Masken zu versorgen. Über den Zeitraum von 21 Tagen wurden weiterhin täglich circa 1000 Masken genäht und immer wieder neue Stoffpakete von ehrenamtlichen Helfern mit Nähanleitung für die freiwilligen Näherinnen, bestehend aus Stoff, Gummi und Nasenbügel, zusammengestellt. Die prompte Umsetzung kam an und die Initiatoren Dr. Bianca Scholz und Annalena Homa fanden großzügige Unterstützer. Jetzt neigt sich die Aktion dem Ende zu. Am 20. Mai ist erstmal Schluss. Nicht aber für den eigens gegründete Verein „Wir sind Bergstraße e.V (WSB, www.wirsindbergstrasse.de )“, haben die Mitglieder doch bereits zahlreiche gute Ideen für neue charitative Projekte, die den Menschen an der Bergstraße zugutekommen.

TSV Auerbach unterstützte

Nach dem Aufruf in der lokalen Presse bildete sich innerhalb von nur zwei Tagen ein engagiertes Team von Freiwilligen. Ein in Kooperation mit dem Heppenheimer Stoffgeschäft „Hereinspaziert“ erstelltes Tutorial in youtube und eine schnelle Verteilung der Information über eine eigene Facebookseite sorgte für eine täglich wachsende Anzahl von Helfern und Unterstützern. Auch der TSV Auerbach bot der Initiative seine Räumlichkeiten an, für die immer größer gewordene Logistik der Maskenannahme und Verteilung, sowie des Richtens der Stoffpakete.

Eine beeindruckende Bilanz kann die Initiative „Wir sind Bergstraße“ vorweisen. In der Bildmitte mit Dr. Bianca Scholz eine der Initiatorinnen und Bensheims Bürgermeister Rolf Richter. Bild © Verein

22 Kreis-Kommunen spendeten je 500 Euro

Der Zusammenhalt setzte sich auch auf Kreisebene fort. So stellten beispielsweise alle 22 Kommunen des Kreises Bergstraße jeweils Mittel in Höhe von 500 Euro zur Verfügung. Hierdurch konnte die Initiative Stoff und Gummiband besorgen, um weitere Masken für karitative Einrichtungen,  und andere wichtige öffentliche Einrichtungen bereitzustellen, wie Polizei, Feuerwehr, Schulen, betreutes Wohnen, Frauenhaus, ProFamilia, Arztpraxen und Praxen für Physiotherapie, DRK, überregionale Einrichtungen wie die Tafel sowie katholische und evangelische Kirchengemeinden. Der Dank der Initiatoren gilt aber auch den vielen großzügigen Unterstützern, wie zum Beispiel den Firmen TE Connectivity Germany GmbH, GGEW, Sparkasse Bensheim, Hereinspaziert, Energiegenossenschaft Starkenburg eG, Infectopharm, Dr. Reckeweg, ScholzPharma GmbH, Hereinspaziert Heppenheim, Graichen Vertriebs- und Produktionsgesellschaft GmbH und viele anderen.

Durchdachte Logistik

Der Bedarf der Masken wurde stets sorgfältig ermittelt, um zuerst die Risikogruppen versorgen zu können. Die Logistik war durchdacht. Fünf Abhol- und Abgabestellen wurden in kürzester Zeit eingerichtet. Dazu gehörten Heppenheim (Tourist-Info), Lorsch (Nähschule Genähtes), Bensheim (Tina Guthier), Zwingenberg (Eike Kretzschmar), Lorsch (Alexandra Menzel) und Lampertheim (Vera Baumbusch). Einen Fahrdienst gab es ebenfalls. So fuhr ein eignes WSB Fahrer- Team zu sämtlichen Einrichtungen und verteilte systematisch die Masken an die Pflegedienste und Seniorenheime. Außerdem wurden die im Ehrenamt gerichteten Näh-Sets an die Abgabestellen, aber auch direkt zu den vielen nähfreudigen Seniorinnen an der Bergstraße gebracht, die das Haus derzeit nicht verlassen sollten. Die Verteilung fand nach eng abgesteckten Vorgaben statt, über die genau buchgeführt wurde.

Dank der Initiatoren

In Heimarbeit wurden von Lautertal über Rimbach nach Hirschhorn genäht. Ob Jung oder Alt, es wurde über Generationen hinweg genäht und Nähmaschinen aus dem Keller geholt, um Masken zu nähen. Das Team der Initiative möchte sich ganz herzlich bei allen Helferinnen und vor allem bei den Näherinnen bedanken, ohne die diese Mammutaufgabe nicht möglich gewesen wäre. (rs-red)

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