Alle Kurkonzerte in Auerbach abgesagt

Kerweabteilung wartet noch mit Entscheidung zur Auerbacher Kerb

Abgesagt wurde jetzt aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemien die Kurkonzertreihe des Auerbacher Kur- und Verkehrsvereins. Unser Bild zeigt die „Original Blütenweg-Jazzer“ bei der letztjährigen Veranstaltung. „Musik und Kunst im Park“ im Auerbacher Kronepark.

Die Corona-Pandemie verändert unser Leben. Im privaten und beruflichen Alltag wie auch in der Gesellschaft. Auch der Kur- und Verkehrsverein Auerbach ist davon nicht ausgenommen. Als einer der ältesten Vereine in Auerbach hat er schon viele unruhige Zeiten und Krisen durchlebt. An den grundsätzlichen, gemeinsamen Zielen hat sich in den mehr als 150 Jahren nichts geändert. So wird der Verein auch weiterhin Kunst, Kultur und Brauchtum fördern und pflegen und zur Verschönerung des Luftkurorts beitragen.

Lücken im kulturellen Leben

Die Corona-Pandemie hat das kulturelle Leben nahezu stillgelegt. Der Damenbau im Fürstenlager wurde bis auf weiteres geschlossen, alle Veranstaltungen fielen aus. Leider sind auch die Kurkonzerte betroffen. In enger Abstimmung mit der Stadt hat sich der Kur- und Verkehrsverein dazu entschlossen, alle Konzerte für dieses Jahr abzusagen. Die Entscheidung fiel den Verantwortlichen sehr schwer.

Wer mehr als 30 Jahre lang mit viel Herzblut diese Veranstaltungen auf die Beine gestellt hat, dem ist auch bewusst, dass durch die Absagen weitere Lücken im kulturellen Leben Auerbachs entstehen. Gleichzeitig fühlt sich der Verein zu diesem Schritt verpflichtet. Zum einen, um Planungssicherheit zu haben, zum anderen, wegen der Verantwortung für das Wohl und die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher. Beide haben höchste Priorität. Falls sich in den nächsten Wochen und Monaten an den Vorgaben und Rahmenbedingungen etwas ändert und es doch noch eine Möglichkeit gibt, ein Konzert durchführen zu können, wird der Vorstand dies im Schulterschluss mit der Stadt prüfen.

Noch keine Öffnung des Damenbaus

Wann und unter welchen Bedingungen der Damenbau wieder für Besucher geöffnet wird oder Auerbach bei den Themenrundgängen zu Fuß erkundet werden darf, kann Stand heute noch niemand sagen. Der Verein steht dazu im regelmäßigen, sehr guten Kontakt mit der Stadt und dem Land.

Kerwe-Organisatoren warten ab

Ein weiterer Höhepunkt im Kalender bildet Jahr für Jahr die Auerbacher Kerb im Oktober. Dank der guten Organisation und der schlagkräftigen Truppe kann die Entwicklung noch einige Wochen abgewartet und dann entschieden werden, ob es auch 2020 heißen wird: „Wem ist die Kerb?“

Sicher ist, dass die Mitgliederversammlung, die im März stattfinden sollte, nachgeholt wird. Sobald wie möglich werden die Mitglieder über das „Auerbacher Leben“ zu einem neuen Termin eingeladen. Allerdings kann die beliebte Vereinszeitschrift aufgrund der Vorlaufzeit für Redaktion und Druck nicht immer mit den mitunter raschen Änderungen Schritt halten. Die neusten Entwicklungen und Termine finden Interessierte daher ständig aktuell auf der Webseite: http://www.bensheim-auerbach-bergstrasse.de

Bei allen Herausforderungen und Unsicherheiten sind die Aktiven im Kur- und Verkehrsverein auch in diesen schwierigen Zeiten positiv gestimmt und motiviert. Der Vorstand verabredet sich regelmäßig zu Telefonkonferenzen und tauscht die neusten Informationen aus. Ziel ist es, neuen Ideen und Projekte zu entwickeln, wie auch in 2020 Kunst, Kultur und Brauchtum gefördert und gepflegt und zur Verschönerung des Luftkurorts beigetragen werden kann.

Motiviert für die Zukunft

Wer Lust und ein bisschen Zeit hat, den Kur- und Verkehrsverein dabei zu unterstützen, ist herzlich willkommen. Der erste Vorsitzende, Ralf Currle freut sich gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mistreitern über jegliches Engagement, egal auf welche Art und Weise. Gerade in Zeiten, in denen die Gesellschaft enger zusammenrücken solle, wäre dies ein schönes Signal, so Currle.

Grundsätzlich blickt der erste Vorsitzende optimistisch in die Zukunft und regt an, die ungewöhnliche Phase zu nutzen und sich auf das zu konzentrieren, was vielleicht zuletzt in Vergessenheit geraten ist. Vieles in unserer Gesellschaft sei heute selbstverständlich geworden. Ein bisschen Dankbarkeit und etwas Demut stünden uns gut zu Gesicht, so Currle. Er wünscht allen, dass sie gesund durch diese Phase kommen und freut sich im Namen des gesamten Vorstands auf ein baldiges Wiedersehen bei einer der Veranstaltungen des Vereins in hoffentlich naher Zukunft. (red)

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