Auerbacher Jagdgenossen bestätigen bewährtes Führungs-Trio

Mehr Müll und Rücksichtslosigkeit durch gestiegene Freizeitaktivitäten im Jagdbezirk

Zwei Jahre hatten die Auerbacher Jagdgenossen in ihrer jetzt durchgeführten Genossenschaftsversammlung aufzuarbeiten, da 2020 Corona bedingt keine Versammlung einberufen werden konnte. Jagdvorsteher Hans Seibert durfte dazu 12 Jagdgenossen und vier Gäste im „Blauen Aff“ begrüßen.

Vermüllung nimmt zu

Nach Abwicklung der Regularien und Verlesung der Niederschrift 2019 durch Schriftführer Horst Knop erstattete Hans Seibert den Jahresbericht für 2019 und 2020. Hervorzuheben sind hier die am 18.3.2019 vollzogene, rechtskräftige Verlängerung des Jagdpachtvertrages um zehn Jahre mit den Jagdpächtern Horst Bütow und Andreas Schittenhelm sowie die vertragliche Verpflichtung von Helmut Reppin (Auerbach) als ehrenamtlichen Datenschutzbeauftragten für alle Bensheimer Jagdgenossenschaften. Im Jagdbezirk habe sich der Druck durch gestiegene Freizeitaktivitäten, freilaufende Hunde, rücksichtslose Mountainbiker und Verschmutzung durch Verpackungen aller Art, insbesondere den Waldbrand fördernden Flaschen und Scherben, drastisch erhöht, so der Jagdvorsteher. In seinem Kassenbericht konnte Rechner Hans-Peter (Hanni) Knaup nur von wenigen Konto- Bewegungen berichten. Daher hätten sich die Kassenbestände nur geringfügig geändert. Die schwarzen Zahlen haben aber Bestand.

Jagdgegner werfen Hochsitz um

Den Bericht der Jagdpächter für 2019, 2020 und 2021 erstattete Andreas Schittenhelm.  Auch er stellte fest, dass sich die Zahl der Jogger, Mountainbiker, Fußgänger mit Hunden durch die Pandemie, insbesondere während des Lockdowns, massiv verstärkt habe, sodass die Bejagung beträchtlich erschwert war. Unerfreulich war auch das zweimalige Umwerfen eines Hochsitzes durch Jagdgegner. Neben der Revierarbeit beschäftigen sich die Jäger fast in gleichem Umfang jetzt mit den Anrufen von Garten- und Hausbesitzern, die von Füchsen, Mardern, Waschbären, Dachsen heimgesucht werden und hier Hilfe anfordern. Auch dies sei eine Folge der gestiegenen Bevölkerung des Waldes, da sich die Tiere jetzt Rückzugsräume in den ruhigeren Gärten und Wohngebieten suchen.

Vorgeschriebene Abschussquoten erfüllt

Die vom Gesetzgeber vorgegebenen Abschussquoten konnte allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch erfüllt werden. Im gesamten Berichtszeitraum kamen zur Strecke: 23 Rehe, davon vier verunfallte Tiere, 24 Schwarzwild, 20 Füchse, 9 Dachse, 9 Waschbären, 9 Krähen und 2 Marder. Erfolgreich ausgebildet wurde ein Jungjäger, ein weiterer Jungjäger strebt die Jagdprüfung im Herbst an. Tatkräftige Unterstützung fand man bei Axel Seibert. Für die Kassenprüfer Peter Merk und Peter Schott konnte Merk von einer einwandfreien Kassenprüfung berichten. Sein Antrag auf Entlastung des Rechners wie des Vorstands fand ein einstimmiges Votum.

Vorstand einstimmig bestätigt

Bei der sich anschließenden Neuwahl unter Leitung von Rainer Merk wurden Hans Seibert als Jagdvorsteher, Hans-Peter Knaup als Rechner und Horst Knop als Schriftführer einstimmig für weitere vier Jahre bestätigt. Bei den Kassenprüfern gab es ein Novum, denn neben Christian Gölz wurde mit Margarete Knop erstmals eine Jagdgenossin in eine Funktion der Jagdgenossenschaft gewählt. Bei der Verwendung des Jagdpachterlöses entschied man sich erneut für eine Zuwendung in Höhe von 350,00 Euro an die AWO Auerbach als Anerkennung für die Betreuung älterer Jagdgenossen. Für weitere Kosten der Flurbereinigung werden Mittel zurückgestellt. Auch die Befestigung eines Hohlweges am Kahlberg wird ins Auge gefasst. Den Abschluss der harmonischen Versammlung bildete einmal mehr ein gemütlicher Ausklang. (kn)

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