Corona-Lockdown zu Sanierungen bei der Kerweabteilung genutzt

Open-Air-Jahreshauptversammlung der Kerweabteilung des Auerbacher Kur- und Verkehrsvereins

Unter freiem Himmel veranstaltete am Freitag (18.) die Auerbacher Kerweabteilung des Kur- und Verkehrsvereins ihre Jahreshauptversammlung am Kerweschuppen. Stehend Abteilungsleiter Fritz Becker.

Alle sprechen im Rahmen der Auswirkungen des Coronavirus über die Sorgen der großen Clubs, aber auch die kleineren Vereine hat die Pandemie heftig getroffen. Deutlich werden die wahren Ausmaße nun nach und nach bei den Jahreshauptversammlungen, die meist zeitversetzt erst jetzt stattfinden. Aufgrund der Lockdowns wurden die Vereine zwangsläufig in einen Art Winterschlaf versetzt, Veranstaltungen konnten nicht durchgeführt werden, Treffs fanden -wenn überhaupt- bestenfalls online statt, der persönliche Kontakt, den das Vereinsleben als sozialer Anlaufpunkt nun mal ausmacht, fehlte. Was blieb sind allerdings die regelmäßigen Ausgaben, im Gegenzug kam an Geldern durch die fehlenden Events kaum etwas rein. Vor diesem Hintergrund kann man auch die diesjährige am Freitag (18.) durchgeführte Jahreshauptversammlung der Kerweabteilung des Auerbacher Kur- und Verkehrsvereins durchaus als Querschnitt der Auswirkungen einordnen. Wenn auch nicht dramatisch, aber doch in der Tendenz. Auch hier gingen die Einnahmen notgedrungen zurück und gerade bei der Vereinsjugend brachen aufgrund fehlender typischer Angebote einige Jugendliche weg. Positiv ist, dass die Kerweabteilung keine pandemiebedingten Ausfälle zu verzeichnen hatte.  

Gutes Händchen mit Hygienevorschriften

Wie schon bei kleineren Veranstaltungen im vergangenen Jahr unterstrich die „Kerwejugend“ auch bei der Durchführung der Jahreshauptversammlung ihr Geschick bei der Einhaltung der Corona-Hygienevorschriften. Die Sitzung wurde kurzerhand ins Freie verlegt, der Kerweschuppen wurde generell als Luca-Location beim Gesundheitsamt angemeldet und die Mitglieder meldeten sich beim Betreten des Hofes entsprechend digital an. Das auch ansonsten die üblichen Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten wurden, versteht sich schon fast von selbst.

Schuppenkerb als „Lightversion“

In seinem Jahresbericht sprach Abteilungsleiter Fritz Becker wenig überraschend von einem durch „Corona stark geprägtes Vereinsjahr“. Stillstand gab es trotzdem nicht, der Vorstand war auf andere Art und Weise gefordert. So verzichtete die Abteilung zwar coronabedingt auf alle Großveranstaltungen, hatte aber auf der anderen Seite neue Ideen geboren, wie beispielsweise die Durchführung der überschaubareren „Schuppenkerb“ als Lightversion auf dem Vereinsgelände oder einem über zwei Cabrios und einem Motivwagen verfügenden Festzug. „Probleme mit Sperrungen oder parkenden Fahrzeugen hatten wird diesmal nicht“, so nicht ganz erst gemeint Festzugsleiter Ralph Stühling. Auch stellte man das Gelände der evangelischen Kirchengemeinde Auerbach und Hochstädten für zwei Open-Air-Gottesdienste zur Verfügung. Verzichtet wurde hingegen auf die Präsentation von neuen Traditionsfiguren. „Alle waren einverstanden ihre Amtszeit nochmal um ein Jahr zu verlängern“, erklärte Fritz Becker. Als „Null-Ausgabe“ wurde dagegen unter der Federführung von Willi Heil bereits zum 33. Mal die Auerbacher Kerwezeitung auf den Markt gebracht. „Wir hatten aus Dank für ihre langjährige Treue unseren Stamminserenten für ihre Anzeige keine Kosten berechnet“, verdeutlichte der Sprecher der Kerweredaktion.

Zeit für Sanierungen genutzt

Den Veranstaltungs-Stillstand eindrucksvoll genutzt hatte der Verein für Sanierungen oder Instandsetzungen am Vereinsgelände. „Wir haben hier wirklich reichlich Gestaltungsmöglichkeiten und beispielsweise eine Entwässerungsrinne verlegt“, erläuterte der technische Leiter Markus Meyer. Ferner wurde die Halle erneuert oder eine Wellblechgarage entfernt, um nur zwei weitere Beispiele zu nennen. Auch Webmaster Sven Kempa nutzte die Zeit, um die Homepage der Kerweabteilung auf den neusten Stand zu bringen. Von einem, wie bereits erwähnt, Rückgang auf der Einnahmenseite berichtete mit Beamer-Unterstützung Kassenwartin Nadine Zeig. Von der Kasse abhängig ist daher zum Beispiel die notwendige Renovierung der Außenfassade des Kerweschuppens. Mit einem einstimmigen Votum wurde auf Antrag von Kassenprüferin Ingrid Stühling, die gemeinsam mit Gudrun Strößinger und Elke Rechner, die Finanzen unter die Lupe nahm, Rechnerin und Vorstand entlastet.

Gestaltung Auerbacher Kerb noch offen

Noch keine Entscheidung fällte die Abteilung zur Durchführung der Auerbacher Kerb 2021. Fest steht aber, dass ein Event, wie vor der Corona-Pandemie, auch in diesem Oktober nicht denkbar ist. „Wir haben natürlich schon einige Ideen und Alternativen im Kopf, werden diese aber zuerst mit dem neuen -noch zu wählenden- Vorstand des Hauptvereins, des Kur- und Verkehrsvereins- besprechen“, verdeutlichte Fritz Becker. Mit einem Grußwort von Ortsvorsteher Robert Schlappner endete die diesjährige Jahreshauptversammlung.   

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