Corona-Vereinshilfe wird auch im Jahr 2021 fortgeführt

Eine Erhebung des Sportministeriums bildet Corona-Folgen im Vereinssport ab

Die Corona-Vereinshilfe für in Existenznot geratene hessische Sportvereine wird im Jahr 2021 fortgeführt. Seit Bestehen des Förderprogramms konnten 296 Vereine mit einem Gesamtvolumen von rund 1,35 Millionen Euro unterstützt werden. Im Rahmen des Förderprogramms wurde eine Erhebung vorgenommen, die skizziert, welche Vereine bisher besonders betroffen waren, welche Einnahmen den Vereinen besonders fehlen und an welcher Stelle Ausgaben reduziert wurden.

Vereinshilfe-Programm des Landes

„Hessens Breitensportvereine und seine vielen Ehrenamtlichen leiden natürlich darunter, dass sie ihren geliebten Sport nicht oder nur sehr eingeschränkt ausüben können. Sie sind bisher zumindest in finanzieller Hinsicht aber überwiegend gut durch die Corona-Krise gekommen. Dass nur rund vier Prozent der mehr als 7.500 Sportvereine in Hessen in eine finanzielle Schieflage geraten sind und Unterstützung erhalten haben, zeigt, dass der Breitensport in Hessen auf einem soliden finanziellen Fundament steht. Dort wo finanzielle Engpässe entstanden sind, wurde durch das Vereinshilfe-Programm des Landes schnell und unbürokratisch geholfen. Auch in Zukunft steht die Hessische Landesregierung fest an der Seite der Vereine, damit Angebote zu aktiver sportlicher Betätigung in Stadt und Land auch nach der Pandemie weiter fortbestehen“, betonte Sportminister Peter Beuth.

Um die finanziellen Folgen der Corona-Virus-Pandemie für das Vereinswesen im Sport weiter zu minimieren, unterstützt das Land die Vereine auch 2021 mit Mitteln aus dem Corona-Vereinshilfe-Programm. Dadurch soll weiterhin sichergestellt werden, dass die Vereine ihr Sportangebot auch nach der Pandemie in gewohnter Form anbieten können.

„Die Ankündigung, das Vereinshilfe-Programm auch in diesem Jahr fortzusetzen, ist für unsere Vereine von großer Bedeutung. Denn obwohl sie in den Vorjahren solide gewirtschaftet haben, fällt es ihnen zunehmend schwerer, die Folgen der Pandemie abzufedern. Insbesondere um große Vereine und solche mit eigenen Sportstätten machen wir uns ernsthafte Sorgen. Je länger der Lockdown anhält, desto prekärer wird die Lage für alle 7.600 Vereine“, sagt Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen.

Kleinere Fußballklubs besonders betroffen

Im Rahmen des Vereinshilfe-Programms wurde erhoben, welche Vereinsgröße und Vereinssportarten besonders von den Einschränkungen betroffen waren. 70 Prozent der bewilligten Anträge gingen an Vereine, die bis zu 400 Mitglieder verfügen. Mehr als 50 Prozent der Vereine, die eine Corona-Förderung beantragten, handelte es sich um Klubs deren Kernsportart Fußball war. Fußballvereine. Auf den weiteren Plätzen der Vereine, die das Corona-Vereinshilfe-Programm beantragt haben, folgen Schützenvereine (10,5 Prozent), Tennisvereine (5,5 Prozent), Gesamtvereine (5,5 Prozent, Vereine mit mehreren großen Sportarten). Vereinzelt profitierten auch Reitsportvereine (4,3 Prozent), Kampfsportvereine (4 Prozent), Rehasportvereine (2,9 Prozent) sowie sonstige Vereine (16,8 Prozent: Tanzsport, Angelsport, etc.).

Einnahmen aus Veranstaltungen fehlten

65,2 Prozent der Vereine, die einen Antrag zum Vereinshilfe-Programm einreichten, gaben an, dass der Ausfall von Veranstaltungen 2020 zu Einnahmeverlusten führte. Darüber hinaus fehlten den Vereinen insbesondere Einnahmen, die durch die Austragung von Heimspielen oder Wettkämpfen generiert werden (35,5). Rund ein Viertel der Vereine gab an, dass die geringeren finanziellen Mittel aus fehlenden Mitgliedsbeiträgen sowie geringerem Sponsorenengagement resultieren. Auch die Vermietung von Vereinsgaststätten/ -heimen für Feierlichkeiten vor Ort sind in den vergangenen Monaten nahezu komplett ausgeblieben. Rückgängige Einnahmen aus Trainings- und Kursangeboten nannten 15,7 Prozent.

Trainer- und Übungsleiter-Vergütungen ausgesetzt

40 Prozent der antragsstellenden Sportvereine, welche die Corona-Vereinshilfe beantragten, gaben an, auch Ausgabeneinsparungen vorgenommen zu haben. Insbesondere wurden Vergütungen und Aufwandsentschädigungen für Trainer und Übungsleiter ausgesetzt (43,3 Prozent). Größere und kleinere Baumaßnahmen, Anschaffungen und Instandhaltungen, die ursprünglich unmittelbar bevorstanden, wurden von den ehrenamtlichen Vereinsvorständen aufgrund der Pandemie ganz bewusst verschoben (34,3). Rund 18 Prozent der Vereine, die Ausgabenreduzierungen vorgenommen haben, gaben an, dass sie Stundungen bei der Miete, den Steuern, Krediten, Darlehen, Beiträgen vereinbaren mussten, um andere Rechnungen auszugleichen. (hmdis.hessen)

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