Hochstädter Schicksale aus vier Jahrhunderten

1. bis 3. November: Ausstellung und Buchverkauf im Hochstädter Haus Hochstädter

Die Hochstädter Stadtteildokumentation veranstaltet vom 1. bis 3. November unter dem Motto „Familienbuch Hochstädten 1660 – 1939“ seine diesjährige Ausstellung im Hochstädter Haus. Unser Bild entstand bei der letztjährigen Eröffnung.

Schicksale und Tragödien, Kriminalgeschichten und Kriegswirren: Wie sich das Zeitgeschehen in Europa und der Welt in den Lebensgeschichten von Menschen aus Hochstädten widergespiegelt hat, zeigt der Arbeitskreis Stadtteil-Dokumentation in seiner jährlichen Ausstellung. Unter dem Titel „Familienbuch Hochstädten 1660 – 1939“ ist die Präsentation vom 1. bis zum 3. November 2019 zu sehen – erstmals im Hochstädter Haus. Das begleitend aufgelegte, gleichnamige Buch vertieft die Thematik, liefert zusätzliche Informationen und verspricht eine spannende Lektüre.

Menschliche Schicksale in Hochstädten

Neben Schautafeln mit prägenden Ereignissen – darunter Kriege, Missernten und Naturkatastophen – präsentiert die Ausstellung menschliche Schicksale, die mit dem Bensheimer Stadtteil in Verbindung stehen: zum Beispiel die Geschichte des Merck-Schwiegersohns Otto Friedrich Werner Pfarr, der sich 1927 in der Jagdhütte der Pharmazeutendynastie auf Hochstädter Gemarkung das Leben nahm. Eine schillernde Persönlichkeit ist auch der „Schrammbackige Bube“, ein vermutlich aus Hochstädten stammender Räuber, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der berühmten Grasmann-Bande im Odenwald sein Unwesen trieb. Darüber hinaus wirft die Exposition ein Licht auf Menschen, die es im Zweiten Weltkrieg nach Hochstädten verschlug: als Vertriebene, Flüchtlinge oder ausländische Zivilarbeiter. Das Highlight der Ausstellung ist die Darstellung des Chinakämpfers Georg Fuchs oder „Schorsch Fuchs Maurer“, um den sich viele Anekdoten ranken. Besucher können einige Gegenstände aus seinem ereignisreichen Leben bestaunen.


Pünktlich zur gleichnamigen Ausstellung der Stadtteildokumentation kommt das von Claudia Sosniak und Ulrich Kirschnick gestaltete „Familienbuch Hochstädten 1660 – 1939“ auf den Markt. Die Lektüre ist bei der Ausstellung und ab dem 4. November im Stadtarchiv Bensheim (Darmstädter Straße 8) erhältlich. Auch ist eine Bestellung per E-Mail unter archiv@bensheim.de möglich.

Zahlreiche Quellen angezapft

Hinter der Ausstellung und dem Familienbuch steht eine umfangreiche Recherchearbeit von Claudia Sosniak und Ulrich Kirschnick, die zahlreiche Quellen durchforstet haben: unter anderem Kirchenbücher und Personenstandsregister, Archive in Bensheim, Darmstadt und anderen Städten, diverse Standesämter und viele Publikationen.

Buchbestellung möglich

Zur Eröffnung der Ausstellung und Vorstellung des Buches lädt die Stadtteil-Dokumentation am Freitag, dem 1. November 2019 um 18 Uhr ins Hochstädter Haus, Josef-Sartorius-Straße 1, ein. Für die Vernissage am neuen, geräumigen Ausstellungsort ist keine Anmeldung erforderlich. Danach ist die Sammlung am Samstag, dem 2. November von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, dem 3. November von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Das Buch können Interessierte während der Öffnungszeiten der Ausstellung im Hochstädter Haus oder ab dem 4. November im Stadtarchiv Bensheim (Darmstädter Straße 8) zum Preis von 19 Euro kaufen. Auch die Bestellung per E-Mail an archiv@bensheim.de ist möglich. (red)

Öffnungszeiten:

Freitag, 1. November, 18 Uhr, Vernissage
Samstag, 2. November, 14 Uhr bis 18 Uhr
Sonntag, 3. November, 11 Uhr bis 18 Uhr.

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