TSV Auerbach bringt mobile Tribünenteile für Weststadthalle ins Spiel

Bürgermeister Rolf Richter im Gespräch mit der TSV Auerbach

Mehrere aktuelle Sportthemen wurden bei einem Gespräch zwischen Bürgermeister Rolf Richter sowie TSV-Präsident Günther Kuch und Vize-Präsident Bernd Linke erörtert. Zur Sprache kamen unter anderem die Vorgabe der Handball Bundesliga Frauen (HBF) künftig nur Hallen mit zwei Längstribünen zuzulassen oder auch der geplante Bau von zwei Sporthallen durch die TSV Auerbach auf einem Gelände südlich des Weiherhausstadions (Bild).

Das Thema beschäftigt die Verantwortlichen rund um den Bensheimer Frauenhandball schon länger und könnte das Aus für den Spitzenhandball in Bensheim bedeuten: die Strategie zur Weiterentwicklung der ersten Handball Bundesliga Frauen. So verabschiedete Anfang des Jahres die HBF-Mitgliederversammlung mehrheitlich einen Mehrjahresplan für die weitere Professionalisierung des Frauenhandballs. So weit, so gut. Allerdings sehen die Pläne unter anderem vor, dass zur Saison 2025/26 nur noch Spielhallen als Austragungsort in der 1. Liga in Frage kommen, die mit zwei Längstribünen ausgestattet sind. Außerdem verpflichteten sich die Vereine dazu, alle Begegnungen auf einem blauen Handballboden ausschließlich mit Handball-Linien auszutragen. Vorgaben, welche die Weststadthalle aktuell bekanntlich nicht erfüllt. Neue Gedanken machte sich nun das Präsidium der TSV Auerbach und lud Bürgermeister Rolf Richter am Donnerstagvormittag zu einem Gespräch ein.

Prüfung von mobilen Tribünen

„Ich bin ein absoluter Verfechter der „Flames“ und stehe zum Spitzensport in Bensheim“, verdeutlichte das Stadtoberhaupt, das in diesem Zusammenhang gemeinsam mit den Flames-Verantwortlichen bereits ein Gespräch mit dem Geschäftsführer des HBF hatte. Hintergrund der beschlossenen Vorgaben sind Übertragungen von Bundesligaspielen live im Free-TV, genauer gesagt im Eurosport. Im Anschluss prüfte man verschiedene Optionen in der Weststadthalle, die allerdings alle -auch vor dem Hintergrund von corona-bedingt klammen Kassen- derzeit kaum umsetzbar wären. „Eine Alternative wären vielleicht mobile Tribünen für im Gesamten circa 100 Personen. Dies wären in etwa Ketscher Verhältnisse und ließe sich preislich rechnen“, brachte TSV-Präsident Günther Kuch mit Vize-Präsident Bernd Linke einen neuen Gedanken ins Spiel. Auch für Bürgermeister Rolf Richter eine gute Idee, die man auf jeden Fall überprüfen und durchrechnen sollte.

Blauer Hallenboden als Vorgabe

Kritik übte der Bürgermeister an der Entscheidung der Handballliga. „Für mich nicht nachvollziehbar. Hinter dieser Entscheidung mache ich ein großes Fragezeichen. Wir sprechen hier von vielleicht zwei übertragenen Handballspielen pro Saison. Der Frauenhandball würde sich mehr und mehr nur auf die Großstädte reduzieren, welche eher über solche Sportstätten verfügen“, so der Bürgermeister. Noch nicht gelöst wären bei der Idee der TSV die Lagerung der mobilen Tribünen, um möglicherweise die Halle wieder in den Ursprungszustand mit mehr Zuschauerkapazitäten herstellen zu können. Zudem ist -unabhängig von den mobilen Teilen- für die Heimspiele ein blauer Hallenboden mit Handball-Linien von einer Spezialfirma zu verlegen und die Tore zu versetzen. Viele offene Fragen also, die es erstmal zu klären gilt. Das wissen natürlich auch TSV-Verantwortliche und Bürgermeister. Aber es ist auf jeden Fall ein Gedanke, den man näher beleuchten möchte, um den Spitzensport in Bensheim zu retten.   

Hallenneubauten: Zusammenarbeit mit SSG Bensheim

Zweites Thema waren der geplante doppelte Hallenbau der TSV Auerbach auf einer südlich an das Weiherhausstadion angrenzende Fläche zwischen dem gerade im Bau befindlichen siebenzügigen Kindergarten am Berliner Ring und Fußweg Dammstraße beziehungsweise Winkelbach.. Siehe auch: https://bensheim-auerbach.com/vereine/tsv-auerbach-plant-zwei-weitere-sporthallen Ein Projekt, das sowohl dem Vereins- als auch dem Schulsport zu Gute kommen soll. Mehr zusammengerückt sind in diesem Zusammenhang auch die beiden Bensheimer Großvereine TSV und SSG. „Wir hatten gute Gespräche und der SSG 50 Prozent der Hallenflächen nach 17 Uhr angeboten, zumal die SSG auch Hallenzeiten für ihre Hockeyabteilung benötigt, deren Equipment auf mehrere Hallen verteilt ist. “, erklärte Günther Kuch. Eine gute Entwicklung, auch für Bürgermeister Rolf Richter, der wie auch die Sportler die Möglichkeit bei der Belegung der Hallenzeiten in Sportarten zu denken, einen großen Vorteil sieht. „Wir sparen den Umzug der Sportgeräte“, so die Teilnehmer des Gesprächs unisono. Vom zeitlichen Ablauf hofft die TSV Auerbach auf einen Baubeginn in der ersten Jahreshälfte 2022. Seit der Bekanntgabe des Projekts war die TSV bereits ungemein aktiv. Gespräche wurden unter anderem mit den Anliegern geführt, Finanzierungspläne erstellt, der TSV-Ältestenrat wurde einbezogen, um nur einige Beispiele zu nennen. „Jetzt wird als Nächstes der Bebauungsplan in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht“, ergänzte Rolf Richter.   

Flutlicht auf LED umrüsten

Drittes Thema des Gespräches zwischen der TSV Auerbach und dem Bürgermeister war die Umrüstung der Fluchtlichtanlage auf LED. „Dieses Thema hatten wir gerade als Pilotprojekt des FSG Bensheim im Magistrat. Wir sind Klimaschutzkommune und stehen dieser Variante natürlich positiv gegenüber“, konnte Rolf Richter berichten. Der Antrag der FSG sieht einen Vertrag des Vereins mit dem GGEW vor. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligte. „Der Antrag geht nun in die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung und könnte eine Blaupause für alle Vereine sein“. Weiteres unter: https://bensheim-auerbach.com/vereine/led-flutlichtanlage-im-sportpark-west-geplant 

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