TSV Auerbach plant zwei weitere Sporthallen

Win-Win-Situation für Schul- und Vereinssport

Erste Details zum geplanten Bau von zwei Sporthallen, zwischen Weiherhausstation und dem im Bau befindlichen Kindergarten am Bertholt-Brecht Ring, stellten am gestrigen Donnerstag in einem Pressetermin die TSV Auerbach, Stadt Bensheim und der Kreis Bergstraße als Schulträger vor. Unser Bild zeigt von links Bürgermeister Rolf Richter, Gerd Lindauer und Ralf Gawlik vom städtischen Bauamt, Landrat Christian Engelhardt und TSV-Präsident Günter Kuch.

Die Notwendigkeit an Sporthallen bei der TSV Auerbach wächst und wächst. Dabei ist der Bergsträßer Großverein in Sachen Sportangeboten und Neubauten mehr als aktiv. So wurden erst im Jahre 2017 im Weiherhausstadion 1,2 Millionen Euro in ein neues Sport- und Bildungszentrum investiert. Bereits in den Jahren zuvor wurde die bestehende Vereinshalle mit -gaststätte um eine große Sporthalle und ein Jugendzentrum ergänzt. Nicht vergessen werden darf auch die Herstellung von Beachvolleyfeldern oder wie erst in der vergangenen Woche die Einweihung der neuen Pumptrackbahn, um hier nur die größeren Maßnahmen anzuführen. Geplant ist auch der Bau eines Kunstrasen-Kleinspielfeldes, für den im Übrigen am Mittwoch die Baugenehmigung bei der Stadt Bensheim eingegangen ist. Trotzdem: der Bedarf ist immer noch nicht gedeckt. Die Mitgliederzahl wuchs zwischenzeitlich auf über 3600. Der Fehlbedarf an Hallenstunden beläuft sich schon wieder auf Gesamt 71 Stunden. Ähnlich die Hallensituation für den Schulträger Kreis Bergstraße. Die Situation für den Schulsport ist schwierig, auch hier sind weitere Hallenkapazitäten dringend notwendig.

Erste Details bekanntgegeben

Zu pass kam den Entscheidungsträgern von Kreis und Stadt daher das Ansinnen der TSV Auerbach den Bau weiterer Sporthallen in Angriff zu nehmen. In den Fokus genommen wurde nun eine südlich an das Weiherhausstadion angrenzende Fläche zwischen dem gerade im Bau befindlichen siebenzügigen Kindergarten am Berliner Ring und Fußweg Dammstraße beziehungsweise Winkelbach. Auch der private Grundstückseigentümer ist vor dem Hintergrund Schulsport mit einem Verkauf zwischenzeitlich einverstanden. Bei einem Pressetermin gaben am gestrigen Nachmittag Präsidiums- und Vorstandsmitglieder der TSV, Landrat Christian Engelhardt und Bürgermeister Rolf Richter erste Details, der noch in den Kinderschuhen steckenden Bauvorhaben bekannt.

Eine Fläche südlich des Weiherhausstadions, zwischen Winkelbach und dem im Bau befindlichen siebenzügigen Kindergarten am Berliner Ring, ist im Blickwinkel für den Bau von zwei Sporthallen für den Vereins- und Schulsport. Erste Details einer Machbarkeitsstudie wurden nun vorgestellt.

Machbarkeitsstudie vorgestellt

Demnach plant die TSV Auerbach auf dem Grundstück den Bau einer kleiner 26 mal 34 Meter großen Halle für die neue stark an Mitgliedern wachsende Cheerleader-Abteilung sowie für beispielsweise Turnen oder Gymnastik. Zudem soll auf dem Grundstück eine weitere 40 mal 46 Meter große Dreifeldhalle für den Schul- und Vereinssport entstehen. Geplant sind reine Sport- und keine Veranstaltungshallen mit vielen Zuschauern. Mehr als 199 Zuschauern werden demnach nicht zugelassen. Bezüglich der Parkplatzsituation sind aus Sicht der Planer keine Probleme zu erwarten, entsteht doch eine Synergie und die Stellflächen sind sowohl von Sportlern als auch von Besuchern des angrenzenden Kindergartens nutzbar. Finanziell aufbringen muss die TSV Auerbach rund vier Millionen Euro für die große Sporthalle und weitere circa 1,2 Millionen Euro für die kleine. Refinanziert können die Kosten zumindest zum Großteil durch die Anmietung der Hallen durch den Kreis Bergstraße für den Schulsport. Auch eine beauftragte Machbarkeitsstudie geht im Ergebnis von einer Wirtschaftlichkeit aus.  

Vorgelegt wurde bislang lediglich eine Machbarkeitsstudie. „Das ist der erste Schritt. Wir suchen das Gespräch und haben schon für in zwei Wochen Anlieger und Anwohner zu einer Sitzung in unser Vereinsheim eingeladen“, verdeutlichte Präsident Günther Kuch. Verdeutlicht wurde der Ablauf auch von Bürgermeister Rolf Richter: „Es ist ein zweistufiges Verfahren mit zwei Offenlagen. Nach dem Durchlaufen des Bebauungsplanverfahrens könnte die Nutzung der Hallen frühestens im ersten Halbjahr 2023 von Statten gehen“. Zu berücksichtigen ist hierbei auch die Ein- und Ausfahrtsituation auf den Berliner Ring. „Da müssen die Verkehrsplaner ran“, verdeutlichte Rolf Richter.   

Berliner Ring als Sportmeile

„Bensheim hat ein herausragendes und weiter wachsendes Angebot an weiterführenden Schulen, wird mit Recht Stadt der Schulen genannt und ist Stadt des Sports“,  begründete der Bürgermeister und wies mit einer beeindruckenden Aufzählung auf den Berliner Ring als in der Region einmalige Sportmeile hin. Für Landrat Christian Engelhardt ist die Umsetzung des Vorhabens eine typische Win-Win-Situation: „Es ist optimal, wenn die Planungen der TSV zu den Bedürfnissen des Kreises passen. Besser geht es nicht. Der Kreis tritt dann als Mieter auf“.

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