Überlegungen für ein Schutzhaus für Frauen an der Bergstraße

Verein „peri e.V. engagiert sich für Rechte von Frauen muslimischen Glaubens

Bereits im vergangenen Herbst stellte Serap Çileli (rechts) Landrat Christian Engelhardt (links) und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Bergstraße, Nicole Schmitt (Mitte), und anderen die Arbeit ihres Vereins peri e.V. – Verein für Menschenrechte und Integration vor. Bild © kb

„Peri“ ist ein türkisches Wort und bedeutet „Die gute Fee“. So heißt aber auch der Verein, den Serap Ҫileli vor über zehn Jahren gegründet hat und der sich vor allem für die Rechte von Frauen muslimischen Glaubens einsetzt. Der Verein „peri e.V. – Verein für Menschenrechte und Integration“ überlegt derzeit ein eigenes Schutzhaus für Frauen im Kreis Bergstraße zu eröffnen. „Die Mitglieder von Peri leisten wirklich wertvolle Arbeit. Sie helfen Frauen in Not und wenden sich nicht von ihrem Leid ab“, betont der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt. „Es sind leider viel zu viele Frauen Opfer von häuslicher Gewalt – auch hier in unserem Landkreis. Wir brauchen mehr Platz, um diesen Frauen einen sicheren Zufluchtsort zu bieten. Daher begrüße ich die Idee von Frau Ҫileli sehr, ein Schutzhaus für Frauen im Kreis zu eröffnen.“

Frauenhaus wird saniert

Die Bergsträßer Kreisverwaltung setzt sich in verschiedenen Bereichen gegen Gewalt an Frauen ein und macht zum Beispiel auch über die alljährliche „Brötchentüten“-Aktion und das Hissen der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ von Terres des Femme auf das Thema aufmerksam. Darüber hinaus unterstützt sie das Frauenhaus Bergstraße in Bensheim finanziell. So investiert der Kreis allein in diesem Jahr 850.000 Euro in die Sanierung des Frauenhauses.

Verzahnung mit Frauenhaus wichtig

Bevor die Einrichtung eines zusätzlichen Schutzhauses für Frauen genauer geplant werden kann, besteht jedoch noch an verschiedenen Stellen die Notwendigkeit, Absprachen zu treffen. So sind etwa Gespräche geplant, um eine gute Zusammenarbeit zwischen dem neuen Schutzhaus und dem bereits bestehenden Frauenhaus in Bensheim zu gewährleisten. „Das geplante Schutzhaus für Frauen mit Peri als neuem Träger ließe sich sicher gut in unsere bereits bestehenden Strukturen einpassen“, ist Engelhardt überzeugt.

„Aufgrund der engen Vernetzung der verschiedensten Partner des Kreises ist mir eine Verzahnung zwischen Frauenhaus Bensheim und eventuellen weiteren Schutzeinrichtungen besonders wichtig.“ Wie die Arbeit von Peri im Kreis aussehen könnte sowie die Fragen, ob und wie der Kreis dieses Schutzhaus für Frauen unterstützen könnte, darüber finden derzeit Gespräche zwischen dem Kreis Bergstraße und Peri e.V. statt. Abschließend dankt der Landrat den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, welche die Gespräche mit Peri e.V. mit viel Engagement geführt haben. (kb)

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